Sport in Kisdorf

Aus der Sicht der Bürger ist es bedauerlich, dass aus dem Kisdorfer Sportverein SCK nach der Insolvenz drei Vereine hervorgegangen sind und viele Bürger und Familien nun in mehreren Vereinen Mitglied sein müssen.

Für die Vereine ist es bedauerlich, weil die bedeutende Gruppe der fördernden Mitglieder des SCK mit ihren Beiträgen verloren gegangen ist.

Die Tanzsparte ist jetzt eine Sparte des Sportvereins Henstedt-Ulzburg – bleibt aber in den bisherigen Räumen in Kisdorf.  Die Fußballer haben den SSC Phönix gegründet und sind weiterhin in der Sportanlage am Strietkamp zu Hause.  Die übrigen Sparten haben sich in dem BSV Kisdorf (Breitensport-Verband) zusammengefunden und nutzen weiterhin die Kisdorfer Sporthallen, die zur Amtsschule gehören sowie das Sport-Außengelände der Schule – z.B. für Sportabzeichen.

Die CDU freut sich über das ehrenamtliche Engagement unserer Bürger in den Sportvereinen und wünscht den jungen Vereinen viel Glück und Erfolg.

Durch die Insolvenz des SCK und die Aufteilung auf mehrere Vereine musste auch die Sportförderung der Gemeinde neu geordnet werden.

Mit der Tanzsparte ergab sich für die Gemeinde kein Regelungsbedarf, da es sich jetzt nicht mehr um einen kisdorfer Verein handelt.

Mit dem SSC Phönix konnte sehr zügig eine vertragliche Vereinbarung getroffen werden,  die  die Verantwortung für die gemeindeeigene  Anlage und das Sportlerheim, sowie die gemeindlichen Zuschüsse zu den Unterhaltungskosten regelt.

Mit dem BSV dauerte es etwas länger, aber auch dort wird jetzt einer vertragliche Vereinbarung zugestimmt, die die Rechte und Pflichten und die Zuschüsse regelt.  Die Bedenken des BSV lagen vor allem in der Unsicherheit, die sich daraus ergibt, dass die Gemeinde nicht gewillt war, mehrjährige Zuschuss-Zusagen zu geben.  Für 2013 hat die Gemeinde einen Zuschuss von 75% zu den Kosten zugesagt, die von der Gemeinde für die außerschulische Nutzung der großen Sporthalle bezahlt werden.  Die theoretische Umrechnung dieser Belastung ergibt für den BSV bei den heutigen ca. 400 Mitgliedern eine monatlich Belastung von knapp unter  € 1,00 pro Mitglied/Monat.

Für die Gemeinde haben die Pflichtausgaben (z.B. Kindergarten/Krippe/Schule/etc.) Vorrang vor den freiwilligen Leistungen der Sport-, Vereins-, und Kulturförderung.   Zuschüsse können deshalb immer nur in der Höhe gegeben werden, die die Haushaltslage nach Erfüllung der Pflichtaufgaben zulässt.

Andererseits hat die Gemeinde Kisdorf  über Jahrzehnte bewiesen, dass sie Sportförderung für einen wichtigen Baustein der Kommunalpolitik hält und es gibt in der CDU keinen Zweifel daran, diesen Weg zum Wohle des Sportes auch weiterhin fortzusetzen.  Hier ist die CDU mit der SPD und der WKB einer Meinung und die heutige Haushaltslage der Gemeinde lässt einen finanziellen Spielraum für die Sportförderung auch für die kommenden Jahre erwarten.

Der Vorschlag der FDP – die Sportanlage am Strietkamp für € 1,00 an den SSC zu verschenken und danach alle Sportförderungen einzustellen – wurde von den anderen Parteien zurückgewiesen.

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